Wie Tierfiguren Kindern beim Lernen und Verstehen helfen
Tiere spielen in Kinderbüchern seit Generationen eine besondere Rolle. Ob Löwe, Eichhörnchen oder Ziege – tierische Figuren begegnen Kindern in Geschichten, Bilderbüchern und Malbüchern immer wieder. Doch warum fühlen sich Kinder gerade zu Tierfiguren so stark hingezogen? Pädagogen und Entwicklungspsychologen sehen darin mehr als nur eine kreative Entscheidung von Autoren. Tierfiguren können Kindern helfen, Gefühle zu verstehen, Empathie zu entwickeln und sich leichter in Geschichten hineinzuversetzen.
3/11/20262 min read
Tiere als Identifikations-figuren
Kinder identifizieren sich besonders leicht mit Figuren, die freundlich, neugierig und abenteuerlustig sind. Tiere erfüllen diese Rolle oft perfekt.
Tierfiguren wirken für Kinder häufig zugänglicher und weniger kompliziert als menschliche Figuren. Sie können Eigenschaften darstellen, mit denen sich Kinder gut identifizieren können – zum Beispiel Mut, Neugier oder Freundschaft.
Forschungen zur Kinderliteratur zeigen, dass anthropomorphe Tiere – also Tiere mit menschlichen Eigenschaften – Kindern helfen können, Geschichten besser zu verstehen und emotional nachzuvollziehen.


Förderung von Empathie
Ein wichtiger Grund für die Beliebtheit von Tierfiguren liegt in ihrer Wirkung auf die emotionale Entwicklung von Kindern.
Studien aus der Entwicklungspsychologie zeigen, dass Kinder durch Geschichten mit Tierfiguren Empathie und Mitgefühl entwickeln können. Wenn ein Tier in einer Geschichte Freude, Angst oder Überraschung erlebt, lernen Kinder, diese Gefühle wahrzunehmen und zu verstehen.
Der Psychologe Jean Piaget beschrieb bereits, dass Kinder in frühen Entwicklungsphasen besonders gut über symbolische Figuren und Geschichten lernen. Tiere bieten dafür eine ideale Projektionsfläche.


Tiere machen Geschichten einfacher zugänglich
Ein weiterer Vorteil von Tierfiguren ist ihre universelle Verständlichkeit. Tiere sind für Kinder überall auf der Welt vertraut – unabhängig von Sprache, Kultur oder Herkunft.
Dadurch können Geschichten mit Tieren:
leichter verstanden werden
kulturelle Unterschiede überbrücken
fantasievoller gestaltet werden
Kinder akzeptieren in Geschichten mit Tieren außerdem Dinge, die bei menschlichen Figuren ungewöhnlich wirken würden – zum Beispiel sprechende Tiere oder fantasievolle Abenteuer.
Tiere fördern Fantasie und Kreativität
Tierfiguren regen die Vorstellungskraft von Kindern besonders stark an. Ein Löwe kann mutig sein, ein Eichhörnchen neugierig oder eine Ziege abenteuerlustig.
Solche Figuren helfen Kindern, eigene Geschichten zu erfinden und ihre Fantasie zu entfalten. Gerade in Malbüchern können Kinder Tierfiguren kreativ gestalten und ihre eigene Welt erschaffen.


Tierische Abenteuer zum Ausmalen
Auch in der Malbuchreihe „Tierische Urlaubsfreunde“ stehen Tiere im Mittelpunkt der Geschichten.
Kinder begleiten zum Beispiel:
Bjarne den Bären bei seinem Urlaub in den Bergen
Ismael den Igel, der Campingurlaub macht
Die tierischen Figuren erleben spannende Abenteuer und laden Kinder dazu ein, ihre Geschichten beim Ausmalen selbst mitzugestalten.
Fazit
Tierfiguren sind aus gutem Grund ein fester Bestandteil von Kinderbüchern. Sie helfen Kindern, Geschichten besser zu verstehen, fördern Empathie und regen Fantasie und Kreativität an.
Gerade deshalb begleiten Tiere Kinder schon seit vielen Generationen durch Geschichten, Bilderbücher und Malbücher.
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